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dass

dass das leben seinen eigenen rythmus kriegt. langsam. er. weniger arbeit.en. als in den vergangenen jahren. vertrauen. blind. vielleicht irgendwann wieder die ungeduld. neu. fremd. das treppenhaus.
22.4.10 20:51


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Zielsetzung

Hier versuche ich, die Erfahrungen mit meinem Bruxismus - Zähneknirschen festzuhalten. Nach über 40 Jahren habe ich beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen, da ansonsten meine Zähne wohl vor dem Alter von 60 ausfallen werden.
 
Leider musste ich den Termin für nächste Woche absagen, da ich berufliche Verpflichtungen habe (ich hoffe, ich bleibe dran, motiviermotivier). 
 
Unten jedoch die Zusammenfassung des bislang erfolgten Gesprächs.
 
Sie, ganzheitliche Zahnärztin, redet sehr schnell, konzentriert. Was sie sagt, finde ich durchaus einleuchtend, allerdings kann ich mich nicht konzentrieren. Sie sagt irgendwann: Das ist jetzt alles sehr viel. Sie haben Angst. Wenn man Angst hat, kriegt man nur 10% mit, von dem was um einen herum geschieht. 
 
Ich beruhige mich etwas. Zu Beginn unseres Gespräches, versuche ich, ruhig ein und aus zu atmen. Ich erkläre ihr, dass ich große Angst vor dem Zahnarzt habe. Sehr große. Grund ist ein Zahnarztbesuch, als ich 8 war. Meine Mutter saß daneben. Der Zahnarzt, den ich mir in der Erinnerung mit blutverspritztem Kittel vorstelle, drückt mich nieder in den Stuhl, schreit meine Mutter an "Halten Sie das Kind ruhig". Meine Mutter nickt, folgsam. Der Zahnarzt reisst an meinem Mund, reisst an meinem Backenzahn. Jahre später, ich versuche die schiefstehende Front mit Veneers korrigieren zu lassen, teilt mir der Zahntechniker mit: "Wer immer das war, der Ihnen damals die Backenzähne gezogen hat, das war ein Metzger." Er erklärt mir, dass Zähneknirschen physiologische und psychologische Ursachen haben kann. Normalerweise passen die oberen wie ein Zahnrad auf die unteren. Wenn dem nicht so ist, versucht man, sie sich in die richtige Position zu knirschen. Nimmt man das Gegenstück (unten) weg, also in meinem Fall, verändert sich bei einem noch nicht ausgewachsenen Kiefer die gesamte Gesichtsform. Ich sehe nun nicht aus wie Quasimodo, aber der Unterkiefer ist in der Tat deformiert. Auch dieses Gespräch hat mich in meiner Opferrolle bestärkt. Ich kann ja gar nicht anders als knirschen. Und dem Zahntechniker ein paar Tausender für eine oberflächliche (optische) Korrektur in den Rachen werfen.
 
Egal. Nach dem ersten Gespräch mit der Zahnärztin habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht aufhören muss, anderen die Schuld zu geben. 
20.2.10 20:59


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